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Das Freitagsgebet: Was passiert da eigentlich?

Freitags ist die Moschee besonders voll. Was das Freitagsgebet ausmacht, wann es stattfindet und was die Predigt vom Minbar damit zu tun hat.

Gebet16. Oktober 2026
Minbar (Predigtkanzel) in der Hamidiye Moschee

Der wichtigste gemeinsame Termin der Woche

Für viele Musliminnen und Muslime ist das Freitagsgebet der wichtigste gemeinsame Termin der Woche. Auf Arabisch heißt es Salat al-Dschumua, auf Türkisch Cuma namazı – „Dschumua“ bedeutet so viel wie Versammlung. Im Koran heißt es sinngemäß: „O ihr, die ihr glaubt, wenn am Freitag zum Gebet gerufen wird, dann eilt zum Gedenken Gottes und lasst den Handel ruhen.“ (Sure 62, Vers 9)

Zur Zeit des Mittagsgebets

Das Freitagsgebet findet zur Zeit des Mittagsgebets statt und tritt an diesem Tag an seine Stelle. Weil sich die Zeit des Mittagsgebets im Lauf des Jahres verschiebt, verschiebt sich auch das Freitagsgebet. Die Uhrzeit für den kommenden Freitag zeigen wir auf unserer Startseite und auf der Seite Gebetszeiten.

Die Predigt vom Minbar

Vor dem Gebet steht die Predigt, die Chutba (türkisch Hutbe). Der Imam hält sie vom Minbar aus – der erhöhten Kanzel mit der schmalen Treppe, die du auf dem Foto siehst. Oft geht es dabei um Themen des Zusammenlebens: Familie, Verantwortung, Barmherzigkeit, Ehrlichkeit. Danach beten alle gemeinsam in Reihen.

Tipps für den Freitag

  • Früh kommen: Freitags ist es voll. Wer früher kommt, findet leichter einen Platz – und hilft, dass es vor dem Haus ruhig bleibt.
  • Mit Bus und Bahn kommen: In der Altstadt gibt es kaum Parkplätze. Die Haltestelle Börneplatz ist etwa vier Minuten zu Fuß entfernt.
  • Rücksicht auf die Nachbarschaft: Nach dem Gebet bitte leise und zügig gehen und nicht in Gruppen vor den Nachbarhäusern stehen bleiben.
Quellen
  • Koran, Sure 62 (al-Dschumua), Vers 9
  • Hausordnung der Hamidiye Moschee (§ 3 und § 4)

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