Der Mihrab zeigt die Richtung
Der auffälligste Ort im Gebetsraum ist der Mihrab: eine Nische in der Wand, bei uns kunstvoll mit geschnitztem Holz eingefasst. Er zeigt die Gebetsrichtung an, die Qibla – die Richtung zur Kaaba in Mekka. Von Frankfurt aus liegt sie ungefähr im Südosten. Beim gemeinsamen Gebet steht der Imam vor dem Mihrab, die Gemeinde in Reihen dahinter.
Der Minbar: die Kanzel
Neben dem Mihrab steht der Minbar, eine erhöhte Kanzel mit schmaler Treppe. Von hier hält der Imam die Predigt beim Freitagsgebet und an den beiden Festtagen.
Schrift als Schmuck
In Moscheen schmückt vor allem Schrift die Wände, nicht Bilder. Über unserem Mihrab verläuft ein Schriftband in arabischer Kalligrafie, daneben hängen gerahmte Tafeln mit den Namen „Allah“ und „Muhammad“. Die blau-weiß gemusterte Wandverkleidung erinnert an die Fliesenkunst, für die osmanische Moscheen bekannt sind.
Teppich, Licht und Ruhe
Gebetet wird auf dem weichen Teppich; die Betenden stehen in geraden Reihen, Schulter an Schulter. Darüber hängt ein großer Kronleuchter. Und weil der Gebetsraum ein Ort der Ruhe ist, gilt hier: Schuhe aus, Handy lautlos. Komm gern vorbei und schau dir alles selbst an.
